Im österreichischen Recht bezeichnet der Begriff „Blankoscheck“ einen Scheck, der bei seiner Ausstellung noch nicht vollständig ausgefüllt ist, insbesondere fehlt der Betrag oder der Name des Begünstigten. Der Aussteller trägt lediglich seine Unterschrift ein und überlässt das Einfüllen weiterer relevanter Daten einem Dritten. Der Blankoscheck wird im rechtlichen Kontext durch das Scheckgesetz (ScheckG) geregelt.
Gemäß dem Scheckgesetz muss ein Scheck gewisse gesetzliche Erfordernisse erfüllen, unter anderem die Bezeichnung als Scheck, die Anweisung, eine bestimmte Geldsumme zu zahlen, den Namen des Bezogenen, den Ort der Zahlung, das Ausstellungsdatum sowie die Unterschrift des Ausstellers. Ein Blankoscheck, bei dem diese Elemente nicht vollständig ausgefüllt sind, ist an sich nicht sofort als Scheck gültig. Allerdings können Blankoschecks im Rahmen der sogenannten Vollmachtsregelung eine besondere Bedeutung erlangen, bei der der Empfänger des Blankoschecks autorisiert wird, fehlende Elemente einzutragen.
Rechtliche Probleme können insbesondere dann entstehen, wenn ein Blankoscheck missbräuchlich oder ohne Einhaltung der erteilten Vollmachten ausgefüllt wird. Um dem Missbrauch vorzubeugen, ist es im österreichischen Recht üblich, dass beim Ausstellen eines Blankoschecks klare Vereinbarungen über die Bedingungen und den Umfang der Auffüllberechtigung getroffen werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass im österreichischen Recht Blankoschecks zwar rechtlich problematisch sein können, sie jedoch im Geschäftsverkehr unter bestimmten Schutzmechanismen eine Rolle spielen. Sie bedürfen dabei der strengen Einhaltung von Abmachungen zwischen den beteiligten Parteien, um ihre Gültigkeit und den Rechtsfrieden zu gewährleisten.