Der Begriff „Navigationsakte“ ist im österreichischen Recht nicht explizit definiert oder verankert. Vielmehr handelt es sich dabei um ein historisches, im englischen Recht entwickeltes Konzept, das sich auf die Regulierung des Schiffsverkehrs und insbesondere auf Handelsbeziehungen bezieht. In Österreich gibt es jedoch ähnliche Regelungen, die sich mit den Rechten und Pflichten im Bereich der Schifffahrt befassen.
Im österreichischen Recht kommt dem Seeschifffahrtsrecht besondere Bedeutung zu, das in verschiedenen gesetzlichen Regelungen behandelt wird. Ein wesentlicher Aspekt ist die Sicherheit und der Verkehr von Schiffen, der im Schifffahrtsgesetz (SchFG) geregelt ist. Es enthält Bestimmungen über die Registrierung von Schiffen, die Führung von Schiffsbesatzungen, Sicherheitsvorschriften und ähnliche Themen.
Ein weiteres wichtiges Gesetz ist das Binnenschifffahrtsgesetz (BinSchG), das sich mit der Binnen- und Flussschifffahrt beschäftigt. Dieses Gesetz regelt unter anderem die Voraussetzungen für die Zulassung von Schiffen für den Verkehr auf österreichischen Binnengewässern und die Anforderungen an die Schiffsführung und Sicherheit.
Für den Handel und die Beförderung von Gütern auf See gibt es das Seefrachtrecht, das ein Teilbereich des österreichischen Handelsrechts ist und wichtige Bestimmungen zur Beförderungspflicht, Haftung und zu Rechten der beteiligten Parteien beinhaltet.
Zusammenfassend gibt es in Österreich zahlreiche Regelungen, die sich mit dem Schiffsverkehr sowohl auf offener See als auch auf Binnengewässern befassen, jedoch existiert im österreichischen Recht kein spezifisches Äquivalent zum Konzept der „Navigationsakte“ wie im historischen englischen Kontext.