Kleider machen Leute.
Das gilt vor allem für ein juristisches Vorstellungsgespräch.
Wenn Sie als Rechtsanwaltsanwärter zu einem Vorstellungsgespräch in eine Rechtsanwaltskanzlei eingeladen werden, so sollten Sie sich auch über die Wahl Ihre Kleidung Gedanken machen. Denn Menschen bilden binnen weniger Augenblicke ein Bild ihres Gegenübers.
Besonders als Juristin müssen Sie dafür sorgen, dass Ihre Kleidung Seriosität signalisieren.
Was gilt als angemessene Kleidung für einen Rechtsanwalt bzw. eine Rechtsanwältin?
Kleidung kann das Fachwissen und die Persönlichkeit beim juristischen Vorstellungsgespräch unterstreichen – oder das Gegenteil bewirken. Wenn Sie als Rechtsanwaltsanwärter unpassende Kleidung tragen, kann das bei gleich starken Kandidaten den Ausschlag geben. Trotzdem sollten Sie darauf achten, dass die Kleidung auch zu Ihrer Persönlichkeit passt. Ansonsten wirkt das Outfit schnell künstlich und nicht authentisch. Solche Maskeraden werden meist rasch erkannt.
Am besten wählen Sie zu einem juristischen Bewerbungsgespräch offizielle Geschäftskleidung. Aber auch hier nicht zu viel des Guten. Manche Konzipienten wirken dank exklusiver Kleidung, als würden sie gleich die ganze Rechtsanwaltskanzlei kaufen, was ziemlich aufgesetzt wirkt. Solche Kleidung bringt beim Vorstellungsgespräch mehr Nachteile, als Vorteile. Am besten suchen Sie sich etwas in der Mitte aus – zwischen Authentizität und notwendiger Kleidung.
Optimalerweise passt das Outfit zur Rechtsanwaltskanzlei, bei der Sie zum Vorstellungsgespräch gehen. Sie signalisieren damit, dass Sie zum Team passen. Sie sollten sich deshalb im Voraus informieren, ob es sich um eine konservative Rechtsanwaltskanzlei handelt oder doch eher um eine, bei der die Juristen einen etwas lockeren Dresscode haben. Auf der Internet- oder auf Social-Media-Seiten der Kanzlei können Sie dahingehende Recherche betreiben.
Die Details bei der Kleiderwahl sind ausschlaggebend
Von Juristen wird erwartet, dass sie bei der Arbeit jedes noch so unauffällige Detail erkennen und bearbeiten. So sind auch einige Tricks und Regeln bei der Kleidung zu beachten, wenn Sie zum Vorstellungsgespräch in eine Rechtsanwaltskanzlei gehen.
Bei den Herren geht es schon mit den Knöpfen des Jacketts los. Egal wie heiß es beim Vorstellungsgespräch ist – ein Zweireiher muss zugeknöpft sein. Sakkos mit zwei, drei, vier und fünf Knöpfen können je mit einem Knopf oben oder unten offen gelassen werden. Bei einer Weste sind alle Knöpfe bis auf den unteren geschlossen. Sie können die Knöpfe beim Hinsetzten öffnen (außer beim Zweireiher), doch beim Aufstehen müssen sie wieder geschlossen werden. Außerdem sollten Sie unter einem Sakko keine Hemden mit kurzen Ärmeln tragen.
Diese Fallen sollten Sie unbedingt vermeiden
Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Kleidung eines Rechtsanwalts sind die Socken. Auf den ersten Blick erscheinen sie vielleicht unwichtig, aber beim Hinsetzten werden sie sichtbar und können den Eindruck ruinieren. Wichtig ist, dass die Socken nicht herunterrutschen und farbweise zum Outfit passen. Oder Sie entscheiden sich einfach für schwarze Socken. Weiße Socken und Löcher sind absolut tabu. Rechtsanwaltsanwärter sollten sich wenig Extravaganzen erlauben.
Zu den schlimmsten Vergehen eines Konzipienten beim Vorstellungsgespräch in einer Rechtsanwaltskanzlei – außer weißen Socken – gehören eine unpassende Krawattenlänge, durchscheinende Logos auf dem Unterhemd, nicht gelungener und unseriöser Farbmix und ungepflegte Kleidung im Allgemeinen.
Bei den Damen gibt es auch ein paar Fallen, wenn es um die Kleidung beim Vorstellungsgespräch für eine Stelle als Juristin geht. Zunächst wäre da die Strumpfhose, die nicht über 50 Den sein sollte. Ohne Strumpfhose sollten Sie auf gar keinen Fall zum Vorstellungsgespräch gehen! Auf Miniröcke sollten Damen, die in einer Rechtsanwaltskanzlei arbeiten möchten, eher verzichten. Das Gleiche gilt für zu tief ausgeschnittenen Dekolletees. Egal wie perfekt die Figur ist – eine Juristin sollte niemals, auch nicht beim Vorstellungsgespräch, zu enge Kleidung tragen. Faustregel für Parfüm: Subtil. Die Kunden oder Kollegen sollten den Duft nicht mehr wahrnehmen können, wenn der Raum verlassen wurde.
Der Farbeffekt der Kleidung beim Vorstellungsgespräch
Die suggestive Kraft der Farben ist durchaus größer, als Sie es denken mögen. So haben auch Farben auf Kleidung großen Einfluss auf unsere Aufmerksamkeit und machen unterschiedliche Eindrücke. Sie sollten zunächst darauf achten, dass die Farben der Kleidung harmonieren. Diese sollen nicht zu bunt sein. Dasselbe gilt für Dessins und Muster. Mit Schwarz, Dunkelblau, Grau und Braun können Sie jedoch nichts falsch machen. Vorsicht bei der Farbe Rot: Sie sollten beim Vorstellungsgespräch am besten ganz auf Rot verzichten.