Der Begriff „Atlantik-Charta“ stammt nicht aus dem österreichischen Recht, sondern bezieht sich auf ein historisches Dokument, das im August 1941 von den Vereinigten Staaten und Großbritannien formuliert wurde. Dieses Dokument legte Grundsätze für die Nachkriegsordnung fest und ist im Kontext des internationalen Rechts und der Geschichte des Zweiten Weltkriegs bedeutend. Im österreichischen Recht hat die Atlantik-Charta keine direkte Relevanz.
Da der Begriff spezifisch nicht im österreichischen Rechtsrahmen vorkommt, kann alternativ betrachtet werden, wie Österreich mit Angelegenheiten des Völkerrechts umgeht, die teilweise von den Prinzipien beeinflusst werden könnten, die in historischen Dokumenten wie der Atlantik-Charta formuliert wurden.
Österreich ist, gemäß Artikel 9 des Bundes-Verfassungsgesetzes (B-VG), ein integraler Bestandteil der internationalen Gemeinschaft und verpflichtet sich, das Völkerrecht anzuerkennen. Dies bedeutet, dass Österreich internationale Verträge und Vereinbarungen, die es ratifiziert hat, respektiert und einhält. Dazu gehören Verpflichtungen im Rahmen der Vereinten Nationen und anderer internationaler Organisationen, deren Gründungsprinzipien bis zu einem gewissen Grad von den in der Atlantik-Charta festgelegten Grundsätzen inspiriert sind.
Das österreichische Rechtssystem berücksichtigt internationale Vereinbarungen durch die Transformation oder Adaption solcher Abkommen in nationale Gesetzgebung, soweit notwendig. Dies ist ein wichtiger Aspekt der österreichischen Rechtsordnung, da es die Verpflichtung des Staates zur internationalen Zusammenarbeit und zur Einhaltung internationaler Standards unterstreicht. Dabei steht die Achtung der Menschenrechte, von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit im Vordergrund, Prinzipien, die im weiteren Sinne auch in der Atlantik-Charta thematisiert wurden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass während die Atlantik-Charta keine direkte Rolle im österreichischen Recht hat, die Prinzipien des Völkerrechts, die sie fördert, dennoch Teil der Grundsätze sind, die das österreichische Engagement auf der internationalen Bühne leiten.