Im österreichischen Recht bezieht sich der Begriff „Botschaft“ in erster Linie auf diplomatische Vertretungen. Eine Botschaft ist die offizielle diplomatische Vertretung eines Staates in der Hauptstadt eines anderen Staates. Sie repräsentiert die Interessen des entsendenden Staates und steht unter der Leitung eines Botschafters oder einer Botschafterin. Ihre Aufgaben umfassen die Pflege zwischenstaatlicher Beziehungen, die Förderung der eigenen Kultur und Wirtschaft sowie die Betreuung der eigenen Staatsbürger im Gastland. Die rechtliche Grundlage für Botschaften und deren Tätigkeiten ist insbesondere in der Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen von 1961 festgelegt, welche in Österreich ratifiziert wurde und somit Bestandteil des innerstaatlichen Rechts ist. Dieses Übereinkommen regelt die Rechte und Pflichten von diplomatischen Missionen weltweit.
Botschaften genießen diplomatische Immunität, was bedeutet, dass ihre Räumlichkeiten und Mitarbeiter besonderen Schutz genießen. Laut Artikel 22 des Wiener Übereinkommens dürfen die Räumlichkeiten einer Botschaft nicht betreten werden, es sei denn, der Leiter der Mission hat zugestimmt. Der Gaststaat hat besondere Pflichten, die Unverletzlichkeit der Botschaftsräumlichkeiten zu garantieren und dafür zu sorgen, dass die Botschaft ihre Funktionen ohne Beeinträchtigungen ausführen kann.
Darüber hinaus gibt es in Österreich das Botschaftsgesetz, das unter anderem die Ernennung und Funktion von Botschaftern regelt. Das Botschaftsgesetz beschreibt beispielsweise, dass Botschafter vom Bundespräsidenten ernannt werden und unter der Leitung des Außenministeriums stehen. Zudem regelt es administrative Aspekte, wie den Status und die Entsendung von Botschaftsmitarbeitern.
Zusammengefasst spielt der Begriff „Botschaft“ im österreichischen Recht eine zentrale Rolle im Bereich der internationalen Beziehungen und Diplomatie und wird primär durch internationale Übereinkommen sowie nationale Gesetze und Regelungen ausgestaltet.